Hermann R.O. Knothe
Eine Liebe zum Vogtland,
besonders zu Bad Elster
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Zum Gedenken an Knothes erste Ehefrau

H. R.O. Knothe und seine erste Frau Edla, geb.Werbatus (1901-1970, 69J.), heirateten 1919 in Leipzig. Sie war die Tochter des Badearztes Dr.med.Gustav Werbatus, Bad Elster und Besitzerin der Pension "Karlsruh", Parkstr.9, in Bad Elster. Aus der Verbindung gingen drei Töchter hervor. Tocher Brigitte-Edla (1923-1945, 22J. alt), Eleonore-Vera (1922-1954, 32J. alt), Tochter Stella-Iris (1928-1991, 63J. alt)

Neben dem anstrengenden Pensionsalltag, besonders für die Frauen, gab es aber auch viele Theaterbesuche, die die Frauen in Brokatkleidern zeigten . Die Ehe wurde geschieden 1937 (Dauer 18J.), im gleichen Jahr heiratete Hermann R.O. Knothe das zweite Mal.

Frau Edla Knothe ging ihre zweite Ehe 1939 mit Walter Kurth ein, der als Friedensrichter im Ort tätig war. Diese Ehe währte 22 Jahre bis der Ehemann 1961 starb, wie Knothe übrigens auch. (Ähnlich wie beim Wagnerclan: Für Winifred Wagner: Cosima (Schwiegermutter) und Siegfried (Mann) starben im gleichen Jahr - 1930. W. musste als junge Frau alles allein managen). Als Familienvater musste Knothe sicher auch leidvoll erfahren, wie es ist, wenn Kinder vor einem Elternteil gehen (T1 mit 22j., T2 mit 32J.). Sein sehr großer Schaffensdruck half ihm bestimmt zusätzlich bei der Bewältigung dieser Schicksalsschläge, die vorhandene Patchworkfamiliensituation allerdings war nicht so entspannt, da alle doch dicht beieinander wohnten.

Die überlebenden Ehefrauen hatten es alleine nicht leicht, wirtschaftlich angemessen zu leben. Es war nur mit Einschränkungen möglich, das Pensionshaus (1961-1970, 9J.) mit einer Hilfskraft weiter zu führen, gleichzeitig die Tochter Stella trotz Krankheit sinnvoll mit einzubinden. Oder die Verwaltung des großen Bilderfundus (1961-1995, 34J.) in den behelfsmäßigen Dachbodenobjekten (zuletzt alte Schule), da nichts anderes preiswert verfügbar war.

Die Auflösung der direkten Knothelinie über Tante Stella begann schon vor ihrem Ableben 1991. Sie "durfte" ihr Wohnhaus, die Pension Karlsruh 1974 an die Staatsbäder verkaufen, da zu diesem Zeitpunkt das Projekt einer neuen Häuserbebauung im Blick war, welches nie verwirklicht wurde.

Stella war nie verheiratet, hatte aber einen Verehrer, Eitel Kükelhahn, dieser jedoch ließ es zu keiner Verbindung kommen. Sie war bekanntermaßen etwas eigenwillig im Denken, legte gern Patiencen, war großer Operettenliebhaber und man schätzte sie in den Jahren ihrer Arbeit im Badecafe. Manchmal musste man ihre epilleptischen Anfälle auch in der Arbeit auffangen. Heute ließe sich so etwas viel entspannter therapieren.

Es kam im Laufe der Jahre sogar zur Annäherung von Auguste und Stella, Auguste half ihr bei organisatorischen Dingen gern. So schließt sich der Kreis in einem freundlichem Regenbogen.

Recherche: Olaf Meinel, 2016